Schule Rüti

Umgang mit schwerigen Schulsituationen

Disziplinarische Schwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten handhabt die Sekundarschule Rüti mittels einer Disziplinarkaskade. Ihre Stufen sollen dazu beitragen, verhaltensdefizitären Schülerinnen und Schülern ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Um einen positiven Prozess zu fördern, werden die Eltern und Erziehungsberechtigten im Sinne der Mitverantwortung frühzeitig miteinbezogen. Sie haben dadurch Gelegenheit, gemeinsam mit dem Kind grenzüberschreitendes Verhalten zu reflektieren und auf eine Verhaltensbesserung des Kindes einzuwirken. Die detaillierte Kaskade ist in der Schulbroschüre zu finden.

Informaitonen und vorbeugende Massnahmen im Kampf gegen Drogen, Gewalt, Mobbing und Diebstahl

Gute Lehrkräfte, ein modernes Schulhaus und eine in finanziellen Belangen grosszügige Schulpflege ermöglichen noch kein Wohlbefinden und keinen optimalen Lernerfolg, wenn unsere Schülerinnen und Schüler in einem Klima der Angst, der Einschüchterung und unter Drogen die Schule besuchen müssen.
Drogenkonsum und Gewalt auf dem Pausenplatz, Bandentum, Diebstahl und ähnliche Vorkommnisse gehen uns daher alle an. Als Vorbeugung gegen solche "Zeiterscheinungen" an unserer Schule wollen wir den Schülerinnen und Schülern und sowie ihren Eltern gegenüber klare Zeichen setzen. Die Sekundarschulpflege wird nicht zögern, die notwendigen Schritte gegen fehlbare Schülerinnen und Schüler, resp. deren gesetzliche Vertreter, in die Wege zu leiten.

Prävention

In Anwendung der bewährten Verhaltensregel "Wehret den Anfängen" haben wir uns deshalb zu folgenden Präventionsmassnahmen entschlossen:
  • Durchsetzung der Schulordnung und Einhaltung der Disziplinarkaskade
  • Ganzheitliche Förderorientierung, aktives Lernen
  • Präventionsprogramme von der Primar- und Sekundarschule
  • Erlass und Durchsetzung eines Verbots für Drogenkonsum und Drogenhandel
  • Erlass und Durchsetzung eines allgemeinen "Waffentragverbots" (alle Arten von Schlag-, Hieb-, Stich-, Wurf- und Schusswaffen)
  • Periodische oder stichprobenartige Überprüfung von Schülerinnen und Schülern, bei denen Anzeichen einer Missachtung der obigen Verbote besteht
  • Betreuung fehlbarer und betroffener Schülerinnen und Schülern und Schulklassen durch die Klassenlehrkraft in Zusammenarbeit mit Eltern, ErzieherInnen, der Schulsozialarbeit, dem Schulpsychologischen Dienst und dem Schularzt
  • Transparente Kommunikation, Netzwerkarbeit

Gesetzliche Grundlagen (§§ 52 und 52aVSG)

Bei disziplinarischen Schwierigkeiten, welche nicht durch die Lehrperson gelöst werden können, kann die Schule laut Gesetzgebung u.a. folgende Massnahmen anordnen:
  • durch die Schulleitung
  • Aussprache
  • schriftlicher Verweis
  • Versetzung in eine andere Klasse
  • durch die Schulpflege
  • Wegweisung vom fakultativen Unterricht
  • Vorübergehende Wegweisung vom obligatorischen Unterricht (bis 4 Wochen)
  • Versetzung in eine andere Schule
  • Entlassung aus der Schulpflicht im letzten Schuljahr
  • Auszeit von längstens 12 Wochen mit erzieherischer Begleitung

Elternpflichten (§§ 54 - 57 VSG:

Eltern und Dritte, denen eine Schülerin / ein Schüler anvertraut ist, sind für die Erziehung sowie den regelmässigen Schulbesuch, die Erfüllung der Schulpflicht und der damit verbundene Pflichten verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass die Jugendlichen:
  • den obligatorischen und den fakultativen Unterricht regelmässig und ausgeruht besuchen
  • für den Unterricht und für die üblichen besonderen Anlässe wie Schulreisen oder Exkursionen zweckmässig bekleidet und ausgerüstet sind
  • unter geeigneten Bedingungen die Hausaufgaben erledigen können
  • die Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg liegt bei den Eltern
  • Bedürfen grundlegende Schwierigkeiten von allgemeiner Tragweite in einer Schule oder Klasse der Erörterung und Problemlösung mit den Eltern, kann die Schulleitung entsprechende Veranstaltungen für alle Eltern einer Klasse oder einer Schule obligatorisch erklären. Bei mehreren Erziehungsberechtigten erstreckt sich das Obligatorium nur auf einen Elternteil.
Wer vorsätzlich gegen obige Bestimmungen verstösst kann mit Busse bis zu 5'000 Franken bestraft werden.