Schule Rüti

Impfungen im Sekundarschulalter

In der 3. Sekundarklasse nimmt der Schularzt Einsicht in die Impfbüchlein und gibt eine Impfempfehlung ab.

Di-Te oder Di-Te-Per

Bei der Impfung gegen Diphterie (Di), Starrkrampf (Te) und Keuchusten (Per), handelt es sich in der Regel um eine Auffrischimpfung. Sie muss bei den Kindern alle 5, ab dem Erwachsenenalter alle 10 Jahre wiederholt werden. Di und Te sind nach wie vor sehr schwere Krankheiten. Auch in der Schweiz kommen immer wieder Todesfälle durch diese Krankheitserreger vor. Der Keuchhusten ist bei Kindern nach dem 1. Lebensjahr nicht mehr lebensgefährlich, doch im Erwachsenenalter ausserordentlich unangenehm. Den alten Impfstoff konnte man nur für Säuglinge gebrauchen. Seit 1998 ist es möglich mit einem neuen Impfstoff auch Jugendliche zu impfen.

MMR - Impfung

MMR heisst der kombiniert Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln. Die meisten Kinder wurden schon als Kleinkinder gegen diese Krankheiten geimpft. Nach den heutigen Kenntnissen sollte diese Impfung aber spätestens im Jugendalter wieder aufgefrischt werden. Man rechnet dann mit einem Impfschutz von über 20 Jahren. Masern und Mumps sind leider nicht ganz so harmlose "Kinderkrankheiten" wie man oft glaubt. Auch Erwachsene können daran erkranken und erleiden dabei nicht selten einen schweren Krankheitsverlauf.
Der Schularzt hat schon selber erlebt, wie 2 Jugendliche schwere Lähmungen nach Masern hatten (eine davon starb an deren Folgen) und 2 Patienten nach Mumps praktisch gehörlos wurden. Hodenentzündungen (vermutlich auch Eierstockentzündungen), welche zur Unfruchtbarkeit führen, sind die bekanntesten Komplikationen beim Mumps.

Hepatitis B - «Gelbsucht»

(auf Wunsch kombiniert mit Hepatitis A)
Hepatitis B, die Gelbsucht, welche durch Blut oder beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden kann, ist in der Schweiz eine oft vorkommende Krankheit mit z.T. sehr schwerem Krankheitsverlauf. Die Impfung wird sehr gut vertragen und der Impfschutz dauert wahrscheinlich lebenslänglich. Hepatitis A, ist ansteckender und darum häufiger als Hepatitis B. Sie ist aber deutlich harmloser. Die Impfung wird bei Auslandreisen empfohlen.

HPV - Impfung

Der Schularzt empfiehlt grundsätzlich eine HPV-Impfung bei den Schülerinnen, jedoch nicht ohne vorhergehende persönliche ärztliche Beratung. Die schulärztliche Reihenuntersuchung ist für individuelle Gespräche ungeeignet. Nach Meinung des Schularztes ist bei allen Impfungen eine persönliche Beratung empfehlenswert.

Zeckenimpfung

Zecken in der Schweiz, insbesonders auch in den Wäldern der Umgebung von Rüti, können zwei gefährliche Krankheiten übertragen.
  • Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME)
Gefährliche Viruserkrankung welche zu schweren Hirnhautentzündungen führen kann. Es gibt dafür keine Therapie. Man kann sich aber dagegen impfen.
  • Lyme-Borreliose
Ein bakterielle, mit Antibiotika behandelbare Erkrankung mit 3 verschiedenen Stadien.
  • Hautrötungen um Einstichstelle
  • Grippeähnliche Symptome
  • Gelenk-, Nerven- und Herzbefall. Bei solchen Symptomen nach Zeckenstichen ist ein Arztbesuch dringend angezeigt.

Vorsorge gegen Zeckenbefall

Der beste Schutz gegen Zeckenbefall ist die Vorsorge. Es soll alles unternommen werden, damit die Zecken sich nicht am Körper festsaugen können. Am Einfachsten kann man eine Zeckenkrankheit vermeiden, indem man ganzkörperbedeckende Kleidung trägt. Nach jedem Aufenthalt im Wald soll der ganze Körper nach Zecken auf den freien Hautpartien abgesucht und anschliessend gründlich geduscht werden. SchülerInnen, welche immer wieder Zecken auf ihrem Körper finden empfiehlt der Schularzt die Zeckenimpfung.

Freiwilligkeit von Impfungen

Alle Impfungen sind selbstverständlich freiwillig.
Die FSME- und Hepatitis A-Impfung werden von den Krankenkassen nur übernommen, wenn eine Zusatzversicherung abgeschlossen wurde. Das Bundesamt für Gesundheit, der Kantonsschulärztliche Dienst und der Schularzt von Rüti, empfehlen diese sehr. Ihr Hausarzt oder der Schularzt stehen für weitere Fragen zur Verfügung und werden auf Wunsch diese Impfungen auch ausführen.

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